Tom Morello, Anti-Flag und mehr unterstützen Kampagne gegen digitale Gesichtserkennung auf Konzerten

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Detail Tom Morello, Anti-Flag, Brian Fallon und weitere Musiker engagieren sich im Rahmen einer Kampagne gegen den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware bei Konzerten. Die Aktivisten fürchten Repressionen gegenüber ihren Fans, insbesondere solchen, die gesellschaftlichen Minderheiten angehören.

Auslöser für die Initiative war der in den USA führende Tickethändler Ticketmaster: Dieser hatte im Frühjahr 2018 mitgeteilt, dass die Firma in die Entwicklung von Gesichtserkennungssoftware investiere und diese in Zukunft sogar als Ersatz für Eintrittskarten bei Konzerten testen wolle.

Dagegen wehren sich unter anderem Aktivisten der US-Bürgerrechtsorganisation Fight For The Future, die sich vor allem für ein freies Internet und verwandte Digitalthemen einsetzt. Die NGO befürchtet, "Fans ohne Papiere, nicht-weiße Fans, Trans-Fans und Fans mit Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis könnten ungerechtfertigt festgehalten, belästigt oder vorverurteilt werden." Selbst kleinere Konzertstätten und Bars würden bereits mit der Technologie experimentieren. Die Organisation ruft deshalb Fans und Musiker auf, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und den eigenen Widerstand deutlich zu machen.

Dem sind schon mehrere hochkarätige Musiker gefolgt: Rage Against The Machine- und Prophets Of Rage-Gitarrist Tom Morello etwa schrieb, er wolle "Big Brother nicht bei meinen Shows". Auch Anti-Flag, The Gaslight Anthem-Frontmann Brian Fallon und Amanda Palmer sprachen sich gegen die biometrische Überwachung ihres Publikums aus.

Mehr Informationen zur Kampagne gibt es auf deren offizieller Webseite.

Tweets: Musiker wehren sich gegen den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware auf Konzerten

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